Good morning Vietnam

Heilfroh, nach einem Flug mit der Crash-Fluggesellschaft „Lao-Airline“ (49 Tote bei einem Absturz vorletzte Woche!!) wieder sicheren Boden unter den Füssen zu haben, kam mir der Flughafen von Hanoi erst mal wie das Paradies vor. Einreise ging dank bereits vorhandenem Visum reibungslos und das Gepäck wartete schon auf uns. Nur die mürrischen Gesichter waren nach Laos etwas gewöhnungsbedürftig. In Theorie wurde wir vorgewarnt, dass der Verkehr in Hanoi sehr gewöhnungsbedürftig sein würde aber das Erlebte toppte jede Vorstellungskraft. Es hat zwar Fussgängerstreifen aber wer beachtet die schon? Wer eine Strasse überqueren will, muss all seinen Mut zusammen nehmen und sich todesmutig vor den heranbrausenden Verkehr stürzen. Anhalten tut niemand aber man wird dann sozusagen „umfahren“. Manchmal klappt es jedoch nicht so ganz und es rettet einen nur noch ein hastiger Sprung vor dem sicheren Spitalbesuch. Hanoi ist das Shopping-Paradies für Fake-Markenartikel. Das toppt nicht einmal Bangkok! Ansonsten hat es sehr viele Museen und Tempel (welche ich natürlich alle besucht habe..) und das weltberühmte Wasserpuppen-Theater. Nun ja, ganz verstanden warum diese Puppen im Wasser sind habe ich zwar nicht, aber ich habe es immerhin eine Viertelstunde ausgehalten. Es wurde uns gesagt, dass man im kommunistischen Vietnam immer noch unter strenger Überwachung durch die Regierung steht. Zum Glück bekommt man als Tourist davon nicht wirklich etwas mit. Nach Hanoi stand die Halong-Bucht auf dem Programm. Eine wunderschöne Bucht mit hunderten von aus dem Wasser ragenden Kalksteinfelsen und ebenso vielen Touristenbooten. Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Meine neue Gruppe… Von den acht Leuten sind leider nur drei geblieben, für die anderen war Hanoi Endstation. Mit 15 Personen und einer 84-Jährigen wurde das Tempo merklich gedrosselt, was für meine Geduld nicht gerade förderlich ist. Zum Glück war das Programm in Hue, Hoi An und Saigon voll von freien Tagen und optionalen Aktivitäten. So sahen wir uns meistens nur beim Abendessen. Besonders gefallen haben mir die Motorrad-Tour durch das Hinterland von Hue und das historische Städtchen Hoi An mit dem wunderschönen Strand. Viel von meiner Zeit und etwas von meinem Geld gingen für massgeschneiderte Kleidung und Schuhe drauf. Zum Glück waren Verkäufer ansonsten dermassen aufdringlich, dass mir die Lust am shoppen schnell vergangen ist. Der Abschluss der Rundreise bildete dann Saigon. Ein Besuch der Tunnel ist unumgänglich und wenn es auch keinen Spass gemacht hat, war es doch sehr eindrücklich. Besonders interessant waren die Geschichten von unserem Guide, einem Kriegsveteranen, welcher für die Amerikaner gekämpft hat. Es hat sich eine Art Hass-Liebe zwischen mir und Vietnam entwickelt. Der Verkehr, lange Fahrten mit dem Nachtzug, mürrische Gesichter und die aufdringlichen Verkäufer: nie mehr! Andererseits hat das Land einen sehr spannenden, historischen Hintergrund, wunderschöne Landschaften und es gibt überall leckeres, günstiges Essen.

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