Spice Islands – lebendige Geschichte

Auf Bandaneira fühlten wir uns vom ersten Augenblick an wie zu Hause. Die Leute sind sehr freundlich, die Müllberge halten sich in Grenzen und das Essen ist ein Traum. Aus den geplanten vier Tagen wurden ganze zwei Wochen (zu Lasten von Ambon für Renato). Meistens verbrachten wir die Tage mit tauchen. Zwei bis drei entspannte Tauchgänge mit tollen Macro-Highlights und der einen oder anderen grösseren Sichtung, dazwischen Mittagessen an einem einsamen Puderzucker-Strand und gegen Abend gemütliches Abhängen in der Tauchschule gefolgt von einem leckeren Abendessen. Die Sichtweiten sind leider noch nicht wirklich beim Maximum (durchschnittlich 50 Meter im November) aber alleine vom Korallenbewuchs stockte uns regelmässig der Atem. Gorgonien – mit einem Durchmesser der grösser als meine ganze Körperlänge ist -, ganze Felder von Hartkorallen aller Arten und Steilwände über und über mit Weichkorallen bedeckt. Man hat bei jedem Tauchgang deutlich gesehen, dass dort noch nicht ganz so viele Taucher waren, wie an anderen Plätzen auf dieser Erde. Dem Essen könnte ich direkt ein eigenes Kapitel widmen. Es ist das beste Essen in ganz Indonesien! Zimtpancake mit Muskatnuss-Konfitüre zum Frühstück, leckeres Nasi Kunning (mit Zimtgeschmack) und Gemüsebeilage als Lunch und am Abend Kürbissuppe, Kartoffelstock mit Kennari-Sauce (eine Nussart, welche es nur hier gibt), frischer Fisch vom Grill, Bananenblüten-Salat und noch vieles mehr. Habe ich die frischen Fruchtsäfte schon erwähnt? Leider passen uns die Tauchanzüge als Folge davon schon wieder etwas besser. Die Geschichte der Inselgruppe spürt man richtig, wenn man herum läuft. Überall liegen Kanonen und viele Häuser sind noch aus der Kolonialzeit. Run, eine Nachbarinsel, wurde dannzumal von den Holländer gegen Manhatten getauscht (wer hat da wohl den Besseren gemacht?). Zum Glück muss man vor dem Fliegen einen Tag Tauchpause einlegen, so besichtigten wir die verschiedenen Forts der Portugiesen (aus dem 16. Jahrhundert), besuchten die Muskatnuss- und Kennari-Plantagen auf Banda Besar und machten einen kurzen Spaziergang über die Landebahn des „stark frequentierten“ Flughafens von Bandaneira. Der Abschied fiel uns schwer aber trotzdem waren wir froh, dass der Merpati-Flug planmässig geflogen ist (eine Woche vorher wurde er einfach so mal gestrichen, viel Spass beim Erwischen von Anschlussflügen..). Nach einem kurzen Abstecher unter Wasser in Ambon, warten wir nun hier in Sorong auf unsere letzte gemeinsame Woche in Raja Ampat.

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